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Wochenende

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Eines ist ganz sicher, das Wochenende ist immer zu kurz. Maximal 3 Tage, wenn der Freitag mit einbezogen wird. Da muß man sich sputen, um mit einem gemächlich fahrenden Boot die nahegelegenen Ziele am Wasser zu erreichen.

Das bevorzugte Gebiet für das Wochenende, ist für mich die Mittelweser. Sie ist noch in unmittelbarer Nähe Bremens, aber mit dem Boot dauert die Fahrt z.B. nach Baden immerhin ca. 5 Stunden. Eine schöne Zeit auf dem Wasser.

Der erste Teil der Bootsfahrt geht von der Lesum, am Schulschiff “Deutschland” vorbei in die Weser flussaufwärts. Vorbei an den ehemals Flugtechnischen Werken Lemwerder, Stahlwerken Bremen und den Hafenanlagen Bremens. Dabei kommt es schon mal zu Begegnungen mit “großen Pötten”. Besondere Vorsicht ist geboten, bei  Begegnung mit  einem der  Hafenschlepper. Diese starken Boote fahren bei voll “Speed” über ihre Rumpfgeschwindigkeit und verursachen dadurch sehr große, kurze Wellen, die ein kleines Boot ganz schön in Bedrängniss bringen können. Da hilft nur eines: Gas weg und die Wellen “abreiten”.

Interessant ist die Fahrt durch Bremens Stadtgebiet. Da gibt es immer was zu gucken. Nach Passieren der Stephani-Eisenbahnbrücke, verlässt man die Seeschiffahrtsstraße und befindet sich ab jetzt auf der  Binnenschifffahrtsstraße der Weser. Es gelten andere Regeln. Für Sportbootfahrer ist hier der Bootsführerschein “Binnen” notwendig. Im Stadtgebiet Bremens bis zur Bremer Weserschleuse beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 18 Kmh zu Tal und 12 Kmh zu Berg. Bei Veranstaltungen im Bremer Stadtgebiet, endet eine Wochenendfahrt schon mal beim “Segelverein Bremen”, dessen Steganlage sich in Nähe der Sielwallfähre befindet. Man geht  zum “Café Sand”, oder setzt mit der  Fähre über die Weser. Von dort ist schnell das “Viertel” erreicht.

Bei der Bremer Weserschleuse in Hemelingen, ist dann erst einmal ”schleusen” angesagt. Für Sportboote ist seit 2003 eine Selbstbedienungsschleuse in Betrieb, die jedoch öfter einmal gestört ist. Dann müssen die Sportboote mit den Binnenschiffen zusammen schleusen, wie es vor Neubau der Weserschleuse schon immer gehandhabt wurde.

Danach geht es vorbei an zahlreichen Wasser- sportvereinen, bis nach zwei ca. Stunden eine der bevorzugten Weserbuchten erreicht ist. Am linken Weserufer, beim “Bollerholz” oder eine Stunde weiter, am rechten Weserufer, gegenüber “Riekers Gast- und Fährhaus” in Horstedt sind ideale Liegeplätze. Meistens jedoch fahre ich bis Baden weiter. Direkt an der Mündung des Langwedeler Schleusenkanals befindet sich der Badener Strand. Dort sind am linken Weserufer tolle Liegeplätze. Bei “Sommersonnenwetter” ist es auch ein idealer Badestrand. Früher gab es eine Fährverbindung von Baden zum Badestrand. Mit einem kleinen Motorboot konnte das gegenüberliegende Ufer erreicht werden. Leider wurde diese Fähverbindung eingestellt, so dass der Badestrand von den Orten am rechten Weserufer nur über die weiter flussabwärtsliegenden “Üser Brücke” erreicht werden kann.

Auch der “tote” Weserarm bis zum Stauwerk Inschede bietet zahlreiche ruhige Liegeplätze am linken und rechten Weserufer. Keine Berufsschifffahrt stört die Idylle. Vom versandeten und ehemaligen Schutzhafen Inschede ist der Landgang in den Ort kein Problem.

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Anders als z.B.im Hamburger Hafen,dürfen die Stadtbremischen Häfen von Sportbooten nicht befahren werden. Einmal im Jahr - zum Hafenfest - wird eine Ausnahme gemacht.